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Informationen rund um´s Blut.

Blutgruppen?
Es gibt sechs sogenannte DEA – Nummern ( Dog Erythrocyte Antigene ) aus denen sich dreicßig verschiedene Blutgruppen bei Hunden ergeben. Eine Erstinfusion mit Fremdblut ist jedoch in der Regel unkritisch , da anders als beim Menschen nicht von einer starken Antikörperreaktion auszugehen ist. Sollten weitere Transfusionen nötig werden, muss jedoch eine serologische Verträglichkeitsprobe gemacht werden, um auszuschließen das sich inzwischen Antikörper gebildet haben.

Was kostet die Blutanalyse?
Mit 60 bis 100 Euro für ein großes Blutbild und bis zu 200 Euro für spezielle, diagnostische Aufgabenstellungen wie die Untersuchung z.b. auf Mittelmeerkrankheiten muss man rechnen.

Sind regelmäßige Blutuntersuchungen sinnvoll?
Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen  - auch bei älteren Hunden ist sie als Vorsorgemaßnahme nicht grundsätzlich nötig. Solange ein Hund keine ungewöhnlichen, klinischen Symptome und ein normales Verhalten zeigt, besteht kein Anlass für eine solche Maßnahme.

Was besagt der Spiegel des Cholesterins?
Anders als beim Menschen spielt die Bestimmung der Blutfettwerte bei Hunden keine große Rolle in Bezug auf das Risiko eine Herz Kreislauf Erkrankung zu entwickeln. Arteriosklerose und Herzinfarkte kommen bei Hunden eher selten vor. Ein auffällig hoher Cholesterinspiegel bei Hunden kann allerdings auf andere Grunderkrankungen wie Nierenprobleme oder hormonelle Störungen hinweisen.

Wenn das Blut die Erkrankung verrät!

Lebererkrankungen:    Erhöhte Werte für Alantin Transaminase ( ALT ) Zerstörte Leberzellen setzen das Enzym ALT frei.
Nierenerkrankungen:    Erhöhte Kreatinin und Harnstoffwerte.
Erkrankung der Bauchspeicheldrüse: Erhöhte Werte des Fett abbauenden Enzyms Canine Pankreaslipase.
Diabetes:    Glukose, Fruktosamin.
Mittelmeererkrankungen:    Erhöhte Konzentration erregerspezifischer Antikörper.
Parasiteninfektionen:    Polymerase – Kettenraktion ( PCR ) zum genetischen Nachweis der Erreger.
Schilddrüsenunterfunktion:    Erhöhte Thyroxin Werte ( T4 ) und TSH – Werte.
Akute Entzündungen:    erhöhte Leukozyten ( CRP ) ist bei akuten Entzündungen vermehrt im Blut nachweisbar.
Blutparasiten:    Nachweis von Anaplasma – Bakterien oder Babesien.
Autoimmunerkrankungen:    Erhöhter Rheumafaktor ( RF ) Coombs Test zum Nachweis von Antikörperngegen rote Blutkörperchen.

Blut Spenden!
Wenn Tierärzte infolge von Verletzungen oder Operationen Bluttransfusionen durchführen müssen,verfügt sind sie auf entsprechende Blutkonserven angewiesen. Doch woher kommt der lebensrettende Stoff? Wie beim Menschen sind die Veterinärmediziner auf das Blut geeigneter Spender angewiesen. Jeder gesunde Hund ist geeignet.

Die meisten Tierkliniken führen kostenlose Blutentnahmen durch. Ihr Hund sollte zwischen einem und neun Jahre alt sein und mind. 20 kg wiegen. Er sollte gesund sein und keine Medikamente erhalten, außerdem regelmäßig geimpft und entwurmt werden. Hunde aus Süd und Osteuropa sind wegen möglicher Übertragung von Innfektionserkrankungen nicht als Blutspender geignet.

sl 2 wizard z lubinia wielkopolskiegoZunächst wird im Rahmen einer Erstuntersuchung der Gesundheitszustand Ihres Hundes festgestellt. Ist Ihr Hund gesund, kann die Blutentnahme, in der Regel am Hals durchgeführt werden. Dafür wird das Tier nicht sediert, allerdings muss ein Bereich des Fells rasiert werden. Für den gesamten Ablauf sollte man eine Stunde einplanen.

Ein gesunder Hund kann drei bis viermal pro Jahr Blut spenden. Vor jeder Blutspende wird geprüft ob ihr Hund über genügend rote Blutzellen verfügt. Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch eine Blutspende sind nicht bekannt. Aus Sicherheitsgründen sollte ihr Hund nach der Blutspende ein paar Minuten ruhen. Anschließend bekommt er frisches Wasser und etwas Futter. Starke körperliche Beanspruchungen sind 24 Stunden nach der Blutabnahme allerdings tabu.

Spendertiere erhalten eine gründliche Untersuchung einschließlich einer ausführlichen Blutuntersuchung kostenlos. Da anschließend die Blutgruppe Ihres Hundes bekannt ist, kann der Tierarzt im Notfall schneller reagieren und helfen. Das Wichtigste aber ist jedoch: Mit einer Blutspende können sie und ihr Hund zu Lebensrettern werden.

© Gabriele Schmitz

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Der Berner Sennenhunde Verein 2010 e.V. ist ein zuchtbuchführender Verein für Berner Sennenhunde. Unsere strenge Zuchtordnung basiert auf dem international gültigen Rassestandart Nr. 45  des FCI (Fédération Cynologique Internationale).

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