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Kräuterbuttermilch – darmaufbauend und antiparasitär!

Um es gleich vorweg zu sagen:

Eine wissenschaftliche Wirksamkeit ist nicht bestätigt. Es gibt leider keine Studien auf die verwiesen werden kann. Allerdings bestätigen viele Praktiker die Wirksamkeit und schaden kann die Kräuterbuttermilch nicht.

In der BARFer-Szene ist der Begriff Kräuterbuttermilch sehr geläufig. Auch bei Hundehaltern, deren Vierbeiner mal Probleme mit Giardien hatten. Giardien sind Einzeller, die man nur sehr schwer wieder loswird. Das ursprüngliche Rezept der Kräuterbuttermilch stammt wohl von Nadja Glander. Die „BARF-Päpstin“ Swanie Simon hat die Kräuterbuttermilch dann weiter gegeben und einem größeren Kreis bekannt gemacht.

Ich habe die Kräuterbuttermilch auch in vielen Foren schon gesehen; fast immer in abgewandelter Form. Die Anwendungsgebiete der Kräuterbuttermilch sind ganz unterschiedliche. Hier die am häufigsten angeführten:

  1. Sie schafft ein antiparasitäres Milieu im Darm des Hundes.
  2. Sie unterstützt bei Giardien als zusätzliche pflanzlichen Behandlung.
  3. Sie ist sehr gut zum Aufbau der Darmflora nach einer antibiotischen Behandlung, oder nach einer Wurmkur (wenn man diese überhaupt benötigt).

Es empfiehlt sich die Kräuterbuttermilch einmal im Quartal als 7 Tages-Kur oder direkt zur Erholung nach einem Magen-Darm-Infekt einzusetzen. Sie soll auch gegen das Fressen von Kot erfolgreich eingesetzt worden sein.

Parasiten mögen keine Bitterstoffe, keine Gerbstoffe und keine Flavonoide (Pflanzenstoffe). Enthaltene Saponine hingegen können gegen die Bekämpfung von Pilzen hilfreich sein. Auch bei „nüchtern kotzen“, bei dem der Hund gerne nur Galle oder Schaum erbricht, hat sich eine Kräuterbuttermilch Kur als lindernd erwiesen.

Allerdings soll die Kräuterbuttermilch nicht für tragende Hündinnen Verwendung finden, da es Pflanzenstoffe enthält, welche zu Frühwehen oder zum Abort führen können.

Die Basis, die Buttermilch, enthält als probiotisches Lebensmittel gute Bakterien, welche die Magensäure überleben und so ihre Wirkung im Darm entfalten können. Buttermilch enthält zudem zahlreiche B-Vitamine. Diese sind wichtig für die Darmflora.

Und nun zum Rezept:

  • 0,5 Liter Buttermilch
  • 3 Esslöffel Oregano
  • 3 Esslöffel Thymian
  • 3 Esslöffel Majoran
  • 1 Esslöffel Basilikum
  • 1 Esslöffel Estragon
  • 1 Esslöffel Kerbel
  • 1 Esslöffel Bohnenkraut
  • 4 Stück getrocknete Wachholderbeeren (im Mörser zerkleinert)
  • 1 Messerspitze gemahlene Nelken
  • 1 Stück gehackte Knoblauchzehe.

Die ursprüngliche Kräuterbuttermilch bestand nach meiner Recherche aus den ersten vier Bestandteilen. Die weiteren Bestandteile wurden von verschiedenen Anderen hinzugefügt. Das ganze oben abgedruckte Rezept war das, nach meinen Informationen, am weitest gehende. Die zusätzlich hinzu gegebenen Kräuter können jedenfalls (in diesen Mengen) nicht schaden.

Viele werden jetzt anmerken, dass der Knoblauch ein Zwiebelgewächs ist und Zwiebelgewächse für Hunde schädlich ist. Denen sei gesagt, dass die toxische Dosis nach der Studie von Lee et al., 2000 bei 5g pro Kilo Körpergewicht des Hundes liegt.

Hier ein kleines Rechenbeispiel:

Gehen wir von einem Durchschnittsgewicht unserer Hunde von 40 bis 50 kg aus, so müssten wir unseren Hunden 200 - 250 g Knoblauch am Tag füttern. Nehmen wir an, dass eine Knoblauchzehe ungefähr 4 g wiegt, sind das über 50 Zehen. Wenn nun 1 Knoblauchzehe in die Kräuterbuttermilch gegeben und der Hund am Tag 1 - 1,5 Esslöffel (15-25ml) bekommt

 

Dann sind das:	x=(4g (Knoblauchzehe)*25ml (Tagesdosis))/(500ml (Kräuterbuttermilch (vereinfacht ohne Kräuter gerechnet)) )  	x=0,2g pro Tag

 

Oder: y=(500ml (Kräuterbuttermilch (vereinfacht ohne Kräuter gerechnet))  )/(25ml (Tagesdosis)) 	y=1 Knoblauchzehe verteilt auf 20 Tage

 

Da muss man keine Angst haben, dass der Hund vergiftet wird.

(Anmerkung für Halter welche nicht nur Berner haben: Die Kräuterbuttermilch darf keinen Rassen verabreicht werden, die zu einer hämolytischen Anämie neigen bzw. daran leiden.)

Wie wird’s gemacht?:

Alle Zutaten werden in ein geeignetes Gefäß (Plastikflasche, Schüssel) gegeben und über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Ich gebe alles in den Standmixer, rühre gut durch und fülle es dann in eine Flasche). Diese Mischung dickt stark an. Die Buttermilch samt Kräuter dann zur täglichen Fütterung gegeben. Wie oben im Rechenbeispiel schon angemerkt erhält ein Berner ca. 1 - 1,5 Esslöffel (ca. 1EL auf 40 kg Hund) am Tag zu seiner täglichen Mahlzeit.

Wie lange gebe ich das meinem Hund?

Die Mindestkur sollte 7 Tage andauern und kann auch gerne länger gehen.

Wirkungsweise der Kräuter:

In vergangenen Berner News wurden schon Kräuter und deren Wirkungsweisen vorgestellt. Deshalb hier nur knapp die wirksamen Inhaltsstoffe und deren Wirkung.

Basilikum:
Enthält: Ätherisches Öl, Basilischer Kampfer, Cineol, Menthol, Thymol, Methylcavicol, Anethol, Kampfer, Gerbstoff, Saponine, Flavonoide, Farnesol, Stigmasterol, Beta-Sitosterol. Wirkt antibakteriell, darmreinigend, beruhigend, wirkt Darminfektionen entgegen und hilft bei Magenschwäche.

Oregano:
Enthält: Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Thymol, Carvacrol. Kann gegen den Pilz Candida albicanis eingesetzt werden. Es wird ihm eine desinfizierende Eigenschaft nachgesagt. Oregano wirkt antiseptisch und krampflösend und die enthaltenen Bitterstoffe lassen die Verdauungssäfte besser fließen.

Estragon:
Enthält: Ätherische Öle, Asparagin, Beta-Sitosterol, Carvon, Cumarine, Estragol, Eugenol, Gerbstoff, Glutaminsäure, Kalium, Kampfer, Jod, Limonen, Menthol, Phenol, Phytosterole, Salizylsäure, Thujon, Umbelliferon, Vitamin C, Zink. Dem Estragon wird eine wurmtreibende Wirkung nachgesagt. Ebenfalls werden durch den Verzehr die Verdauungssäfte angeregt. Dadurch kann Magenschwäche gelindert werden.

Kerbel:
Enthält: Apiin, ätherisches Öl und Zink Kerbel zeigt eine blutreinigende Wirkung. Er wirkt entgiftend auf die Leber und die Nieren.

Bohnenkraut:
Enthält: Gerbstoffe, Vitamin C und ätherische Öle und Bitterstoffe Bohnenkraut ist ein sehr geschmacksintensives Kraut. Es regt die Verdauungssäfte an und stärkt so den Magen. Traditionell wirkt es gegen Koliken, Durchfall und Leberproblemen.

Thymian:
Enthält: ätherisches Öl, u.a. Thymol, Kampfer, Carvacrol, Zineol, Geraniol, Limonen, Linalool, Menthon, Terpinen, Bitterstoff, Gerbstoff, Flavonoide, Cumarine, Harz, Saponin, Salicylate, Pentosane, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Zink. Thymian wird eine antibiotische Wirkung nachgesagt. Er kann gegen schädliche Bakterien und Pilzinfektionen eigesetzt werden. Ebenfalls besitzt er eine gute Wirkung gegen Darmparasiten, vor allem gegen Spul und Fadenwürmer.

Majoran:
Enthält: Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoff, Gerbsäure, Saponine, Arbutin, Borneol, Eugenol, Geraniol, Limonen, Menthol, Oleanolsäure, Rosmarin-Säure, Terpinolene, Terpentin, Thymol, Vitamin C, Zink Majoran zeigt gute Wirkung bei Koliken und Blähungen, da seine Bitter- und Gerbstoffe die Verdauung anregen. Auch gegen Durchfälle kann er Wirkung zeigen. Ebenfalls hat er eine antibakterielle Wirkung.

Wachholder:
Enthält: Bitterstoff Juniperin, Betulin, Kampfer, Zitronensäure, Flavone, Pentosan, Phosphor, Gallussäure, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Linolensäure, Mangan, Menthol, Oxalsäure, Terpineol, Umbelliferon, Zink, ätherisches Öl. Wachholder ist eine totale Waffe gegen vielerlei Erkrankungen.Wachholder kann antibakteriell, verdauungsfördernd und gegen Sodbrennen wirken. Er wirkt aber auch bei Leberschwäche. Er wirkt stoffwechselanregend und bei Gastritis. Ebenso bei Magen- und Verdauungsschwäche.  

Nelken:
Enthält: Ätherische Öle, Beta-Sitosterol, Ellagsäure, Flavonoide, Gerbstoff, Kaempferol, Salicylate. Die Nelke wirkt sie gegen Pilze und deren Sporen. Sie wirkt antibakteriell und regt die Verdauung an. Auch Würmer mögen die Nelke nicht. Aber auch gegen Magen- oder Darmschleimhautentzündungen kann die Nelke ihre Wirkung erzielen.

Knoblauch:
Enthält: Ätherisches Öl, Allicin Knoblauch zeigt einige sehr gute Wirkungen auf die Bekämpfung gegen Darmparasiten. Knoblauch wurde auch gegen Zecken schon oft eingesetzt. Er zeigt eine antimykotische (gegen Pilze) Wirkung und wirkt darmdesinfizierend und antibakteriell. Aber hier gilt nicht: Viel hilft viel. Obige Dosierung beachten.

 

 

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